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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Buch "... unser Traum, zur Einheit zu gelangen": Buch   Rezension   PDF (5,3 MB)

"... unser Traum, zur Einheit zu gelangen"

Rezension

Im Zuge ihrer Versöhnungsarbeit reiste die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) 1990 nach Weißrussland und in dortige strahlengeschädigte Gebiete. Unter dem Eindruck des Erlebten wurde der Beschluss gefasst, ein Erholungsheim für die strahlengeschädigten Tschernobylkinder Weißrusslands zu errichten. Für viele der Betroffenen wurde dieses Vorhaben zum Hoffnungszeichen. So musste nicht lange nach einem Namen für das Erholungsheim gesucht werden: "Hoffnung" sollte es heißen, "Nadeshda" auf Russisch.

Von Anfang an ist das Landesamt der Männerarbeit der Landeskirche Braunschweig in vielfältiger Form hieran beteiligt. Ganz grundsätzlich durch das Sammeln von Kollekten und Spenden, die über die Männerarbeit der EKD nach Nadeshda fließen. Die entsprechenden Kollekten- und Spendenaufrufe bringen das Erholungsheim neben Beiträgen und Veröffentlichungen immer wieder zur Sprache.

Eine besondere Zusammenarbeit ergab sich von unserer Landeskirche aus mit der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V. Hilfstransporte und mancherlei Aktivitäten konnten so gemeinsam durchgeführt werden.

Seit dem Anfang der gemeinsamen Begegnungen mit den Menschen in Weißrussland kam die Frage auf, ob es denn eine Lutherische Kirche in Weißrussland gäbe. Diese Frage wurde seit 1992 bejaht - aber es scheint wohl eher so, dass das grundsätzliche Vorhandensein von protestantischen Christen gemeint war. Denn Nachforschungen aus unserer Landeskirche und der ELKRAS in St. Petersburg ergaben, dass seit 1994 eine lutherische Gemeinde in Minsk existiert, die von Frau Olga Stockmann geleitet wird. Im Sommer 1996 kam es dann zum ersten Treffen mit Frau Stockmann und ihrer Gemeinde. Dieser Kontakt wird bis heute durch gegenseitige Besuche gepflegt und die Gemeinde vielfältig unterstützt. So vertiefen Einladungen zu Evangelischen Kirchentagen und landeskirchlichen Ökumenetagen den Kontakt. Ein Gespräch mit Landesbischof Dr. h.c. Krause konnte möglich werden. 20 000 DM stellte die Landeskirche für den Kauf eines Grundstücks mit Wohnhaus als erstes Gemeindezentrum in Minsk zur Verfügung, auf dem das Gotteshaus der Gemeinde errichtet werden soll. Gemeinsam mit dem Amt für Religionspädagogik konnte in Minsk ein Ökumeneseminar zur Weiterbildung durchgeführt werden, das von unserer Seite finanziert werden konnte.

Ganz besonders wichtig ist uns als Männerarbeit die Solidarität mit den lutherischen Christen in Weißrussland. Es gilt ein Forum zu schaffen, bei dem Kirchengemeinden miteinander in Kontakt und konziliaren Austausch kommen können. So ist es unsere Hoffnung, dass auch dieses Büchlein dazu beitragen kann, die Lutherische Kirche in Weißrussland weit über Minsk hinaus ins Gespräch zu bringen.

Dr. Peter Hennig
Leiter des Amt für Missionarische Dienste
der Ev.- luth. Landeskirche in Braunschweig

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Letzte Aktualisierung am 2006-11-10, Kai Boever. Kontaktadressen