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Tschernobyl - FAQs

Häufig gestellte Fragen zum Thema Tschernobyl

Die Ergeignisse in der Nacht vom 25.04. zum 26.04.1986 sind sehr komplex und auch nicht einfach zu verstehen. Aus diesem Grund treten immer wieder sehr viele Fragen zu diesem Thema auf, die wir in diesen FAQs zusammengestellt haben.

Sie haben natürlich auch die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen. Wir werden uns dann bemühen, die Frage möglichst schnell zu beantworten. Allerdings sind einige Vorgänge bei dem Unfall noch sehr umstritten und auch noch nicht in allen Einzelheiten erforscht. Daher kann eine Antwort auch schon mal einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der Reaktorunfall

Die unmittelbaren Folgen der Tschernobyl-Katastrophe Das Leben heute - nach der Tschernobyl-Katastrophe

Allgemeines






Der Reaktorunfall

Wo liegt die Stadt Tschernobyl?
Die Stadt Tschernobyl liegt im Norden der Ukraine am Fluß Pripjat. Sie hat eine über tausend Jahre alte Geschichte als Hafenstadt.

Wann war der Reaktorunfall von Tschernobyl?
Der Reaktorunfall von Tschernobyl ereignete sich am frühen Morgen des 26. Aprils 1986, genau um 1.24 Uhr.

Wie kam es zu dem Unfall von Tschernobyl?
Vermutlich durch eine Verkettung von menschlichem und technischem Versagen und Konstruktionsfehlern.

Wie konnten die unbeschädigten Blöcke von Tschernobyl weiter betrieben werden, wo doch bei im Reaktor eingesetzten, hochmodernen Robotern die Elektronik versagte?
Im wesentlichen aus zwei Gründen:

  1. Die in den anderen Reaktoren eingesetzte, im wesentlichen auf konventionellen Schützschaltungen basierende Technik, ist nicht so anfällig gegen Strahlung wie die bei diesen Robotern verwendete Mikroelektronik.
  2. Im inneren des zerstörten Reaktors herrschen auch noch viel extremere Umweltbedingungen (z.B. noch höhere Strahlenwerte) als in den benachbarten, unzerstörten Blöcken, so das die Roboter auch wesentlich härteren Bedingungen ausgesetzt waren.

Konnte man die betroffenen Menschen nicht irgendwie vor der Radioaktivität schützen?
Die Behörden der Sowjetunion haben erst sehr spät mit Evakuierungen begonnen. Auch hätte man Opfern der Katastrophe zur Vorbeugung gegen Krebserkrankungen der Schilddrüse Jodpräper ate verabreichen können. Allerdings gab es damals auch kaum Erfahrungen mit nuklearen Katastrophen in diesem Ausmaß.

Wie groß war der Schaden im Atomkraftwerk?
Der betroffenene Block 4 wurde vollständig zerstört. Der benachbarte Block konnte aber noch bis ins Jahr 2000 weiterbetrieben werden.

Kamen Menschen bei dem Unfall ums Leben?
Ja, unmittelbar bei dem Unfall starben nach offiziellen Angaben 29 Menschen an Strahlenkrankheit, hauptsächlich Angehörige des Kraftwerkspersonals und der Feuerwehr. Auch unter den am Löscheinsatz und bei den Aufräumarbeiten beteiligten Soldaten, Feuerwehleuten und Zivilen Mitarbeiter(innen) (Liquidatoren) gab es Tote . Die Anzahl der Gesamtopfer ist jedoch umstritten und die Langzeitwirkungen noch nicht abzusehen.

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Die unmittelbaren Folgen der Tschernobyl-Katastrophe

Wo gibt es durch die Tschernobyl-Katastrophe verseuchtes Land?
Die Radioaktivität, welche durch den Unfall freigesetzt worden ist, hat sich auf der ganzen Erde verteilt. Hochgradig verseuchte Gebiete gibt es aber nur in Rußland, der Ukraine und in Weißrußland. In Weißrußland sind ca. 70% der Radioaktivität niedergegangen.

Tschernobyl liegt doch in der Ukraine. Warum dann die Hilfe in Weißrußland?
In Weißrußland ging 70% der Radioaktivität, welche durch den Reaktorunfall freigesetzt wurde nieder. Besonders stark betroffen sind die Gebiete Homel, Masyr, Mahilew und Brest.

Kurz nach dem Unfall wurden in Milch hohe Jod und geringe Cäsiumaktivitäten gemessen. Nach vier Wochen waren die Cäsiumwerte höher als die Jodwerte. Was war der Grund?
Der Grund hierfür ist, daß das Jod-Isotop 131 nur eine Halbwertzeit von ca. 8 Tagen hat während Casium 137 eine Halbwertzeit von ca. 30 Jahren hat. Daher hat sich die Jod-Aktivität sehr schnell abgebaut.

Welche gesundheitlichen Probleme sind für die Bevölkerung aufgetreten?
Informationen hierzu gibt es im Bereich Berichte zum Thema Tschernobyl.

Ist auch Westeuropa durch die Tschernobyl-Katastrophe verseucht worden?
Es ist auch in Westeuropa Radioaktivität, welche bei dem Unfall freigesetzt worden ist, nachgewiesen worden. Allerdings im Verhältnis zu Weißrußland nur in sehr geringen Mengen.

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Das Leben heute - nach der Tschernobyl-Katastrophe

Wo leben die von einer Umsiedelung betroffenen Menschen heute?
Diese Frage ist schwer zu beantworten. Ein großer Teil der Umsiedler lebt heute in verschiedenen Städten in Weißrußland und der Ukraine. Allerdings hat zum Zeitpunkt des Unfalls noch die Sowjetunion existiert und es sind auch Personen in weit entfernt liegende Sowjetrepubliken umgesiedelt worden.

Besteht eine Gefahr für die Gesundheit bei Reisen nach Weißrußland?
Es besteht keine gesundheitliche Gefahr bezüglich der Tschernobyl-Katastrophe, da sich Besucher meist nur kurzfristig im Land aufhalten und in vielen Regionen Weißrußlands das Strahlenniveau gering ist. Hierzu gibt es auch einen Bericht von Dr. Malko, Leitender Wissenschaftler am Institut für physikalische und chemische Strahlungsprobleme der Nationalen Akademie Weißrusslands.

Gibt es immer noch Menschen, die gesundheitlich unter den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe leiden?
Ja. Informationen hierzu finden Sie im Bereich Berichte zum Thema Tschernobyl.

Muß man beim Umgang mit Menschen aus Weißrußland irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen einhalten?
Nein, der Umgang mit Menschen aus Weißrußland ist absolut Gefahrlos, und irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen sind überflüssig. Hier sollte man sich nicht von irrationalen Ängsten leiten lassen.

Wo finde ich Informationen zur Humanitären Hilfe?
Im Bereich Humanitäre Hilfe.

Wo finde ich Informationen zur Kindererholungsmaßnahmen? Im Bereich Kindererholungsmaßnahmen.

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Allgemeines

Wo gibt es Links zu Tschernobyl?
In unserer
Linkliste finden sie Links sowohl zur Tschernobyl als auch zu Hilfsorganisatsionen, Strahlenkarten, Videoclips, etc.

Wie kann ich helfen?
Zum Beispiel mit einer
Spende für die Tschernobyl-Initiative oder auch durch ehrenamtliche Mitarbeit bei uns oder bei einer anderen Hilfsorganistasion.

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Letzte Aktualisierung am 2006-11-17, Kai Boever. Kontaktadressen