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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Reisefreiheit für Tschernobylkinder

A. Lukaschenko und die Kindererholung Kindererholung?

Im November 2004 gab es einige Meldungen nach denen die Weißrussische Regierung Kindererholungsmaßnahmen im Ausland einschränken will.

Eine Auswahl der Zeitungsartikel/Nachrichten die dazu im November 2004 erschienen sind.

Als Reaktion auf diese Meldungen wurde vom Vorsitzenden der Tschernobyl-Initiative der folgende "Offene Brief" an den Weißrussischen Botschafter in Berlin geschickt.

Heute haben sich die Wogen etwas beruhigt. A. Lukatschenko ist, nach eigenen Angaben, Mißverstanden worden. Die Kindererholungsmaßnahmen sollen weiterhin stattfinden, allerdings sollen die einladenden Organisationen stärker überwacht werden. Die Tschernobyl-Initiative plant auch weiterhin Kindererholungsmaßnahme. Wir werden die Aktivitäten der weißrussischen Regierung auf jeden Fall weiterhin beobachten.

An die
Botschaft der Republik Belarus
z.H. Botschafter W. Skworzow
Am Treptower Park 32

12435 Berlin

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Botschafter Skworzow,

in der Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20.11.2004 war ein Artikel zu lesen mit der überschrift: Kinder dürfen nicht mehr ins Ausland. In diesem Artikel stand, dass Präsident Lukaschenko die Reisefreiheit für Minderjährige abschaffen will. Ausnahmeregelungen sind zukünftig nur noch durch eine persönliche Genehmigung des Bildungsministers möglich. Als Begründung für diesen Schritt argumentiert Ihr Präsident: "Bei Aufenthalten im Westen würden weißrussische Kinder mit den schädlichen Werten der westlichen Konsumgesellschaft konfrontiert." Wir hoffen, dass dies alles nicht wahr ist. Wir hoffen, dass hier Ihr Präsident falsch zitiert wurde!

Sollte er es ernst meinen, ist allerdings nicht nur die Kindererholung, sondern die gesamte deutsche Unterstützung insbesondere die Humanitäre Hilfe und unsere Solidarität für das weißrussische Volk in Gefahr.

Sollte er als orthodoxer Christ ernsthaft meinen, dass unsere Werteinstellung schädlich für die erholungsbedürftigen Kinder ist, dann greift er die Werte des "christlichen Abendlandes" und des Christentums an. Das kann er nicht wirklich meinen. Ich vermute eher, dass es für seine Politik schädlich erscheint, Kinder mit den freiheitlichen und demokratischen Werten der westlichen Welt zu konfrontieren.

Sehr geehrter Herr Skworzow, Sie kennen unsere Tschernobyl-Initiative und viele andere Menschen, Gruppen und Vereine in Deutschland, die sich für die strahlengeschädigte Kinder und darüber hinaus für das ganze weißrussische Volk engagieren. Sie haben bei Ihren Besuchen bei Gottesdiensten, Jubiläen und anderen Veranstaltungen immer die Möglichkeit erhalten zu sprechen. Sie haben bei diesen Gelegenheiten sich auch einen Eindruck von unseren Wertvorstellungen machen können. Wenn unser Engagement für Weißrussland tatsächlich schädlich sein sollte, werden wir es sofort einstellen - mit allen Konsequenzen. Dies ist die Meinung aller Vorstandsmitglieder unseres Vereins. Teilen Sie dies bitte Ihrem Präsidenten mit. Nach wie vor hoffen wir allerdings darauf, dass sich alles als ein großes Missverständnis herausstellen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Koch
Vorsitzender der
Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V.
tschernobyl-initiative.schoepp@onlinehome.de

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Letzte Aktualisierung am 2007-03-23, Paul Koch. Kontaktadressen