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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Medizinische Hilfe für Weißrußland

Der plötzliche und unerwartet Tod von Dr. Horst Wohlfarth hat die Tschernobyl-Initiative leider dazu gezwungen, alle Projekte im medizinischen Bereich neu zu überdenken.

Mit dem neuen Konzept wollen wir, in enger Zusammenarbeit mit der DIFÄM Arzneimittelhilfe, Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen in Weißrußland in Zukunft geziehlt mit den dort benötigten Arzneimitteln beliefern. Diese Zusammenarbeit hat viele Vorteile:

  • wir können das Know-How der DIFÄM, gerade im medizinische Bereich, mitnutzen
  • wir können Medikamente zu sehr günstigen Großhandelspreisen bekommen
  • die gelieferten Medikamente sind verständlich beschriftet
  • unsere Empfänger bekommen wirklich die benötigten Medikamente und nicht irgendwelchen "Pharma-Schrott".

Wie viele andere Organisationen hat auch die Tschernobyl-Initiative in der Vergangenheit Medikamente aus Privathaushalten und Ärztemuster gesammelt. Dieses Konzept halten wir heute nicht mehr für sinnvoll, da der Aufwand für die Lieferung vieler verschiedener Medikamente in kleinen Mengen sehr groß und der Nutzen für die Empfänger nur sehr gering ist. Daher haben wir diese Sammlungen gestoppt.

Heute liefern wir, in enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungen vor Ort, geziehlt dort benötigte Medikamente in größeren Mengen, so das den kranken Menschen in Weißrußland effektiv und auch langfristig geholfen werden kann. Wir haben deswegen Kontakte zu mehreren Krankenhäusern, Ambulanzen und ähnlichen Einrichtungen, von denen wir auch immer wieder geziehlte Anfragen nach Medikamenten bekommen.

Für die Finanzierung dieser Arbeit bitten wir um Spenden für den Bereich "Medizinische Hilfe".

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung (Kontaktadressen).

Allgemeine Informationen zum Bereich Arzneimittelhilfe und Arzneimittelhilfe gibt es auch bei DIFÄM, Kontaktadresse:

Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V (DIFÄM)
Paul-Lechler-Str. 24
72076 Tübingen
Tel.: (0 70 71) 2 06-5 12
Fax: (0 70 71) 2 06-5 10
E-mail:amg@difaem.de
http://www.difaem.de/

F: Ach ja, Frau Apothekerin, mein Mann bekam so vieles verschrieben und hat nur einen Teil davon genommen. Und nun liegen all diese Packungen im Badezimmerschrank. Ich bringe es einfach nicht fertig, diese teuren Medikamente auf den Müll zu werfen.

A: Wir sind verpflichtet, für die Qualität jedes Arzneimittels zu sorgen, deshalb achten wir besonders auf optimale Lagerbedingungen. Im Badezimmer ist es oft feucht und warm, und darunter kann die Qualität des Präparetes sehr leiden. Deshalb dürfen wir Arzneimittel, die uns zurückgebracht werden, nicht weiterverwenden, auch nicht für Hilfslieferungen. Sie müssen leider vernichtet werden.

F: Das ist ja schrecklich! Es gibt soviel Not in der Welt!

A: Ja, das stimmt. Aber gerade in Katastrophenfällen sind nur ganz bestimmte Präparate sinnvoll. Auch gibt es in Übersee oft ganz andere Krankheiten als bei uns, zum Beispiel Malaria und Tuberkulose, für die man ganz spezielle Präperate braucht. (...)

F: Das ist schade. Ich sah gerade gestern Abend im Fernsehen einen Bericht über die vielen Flüchtlinge. Kann man denn in solchen Fällen wirklich nichts machen?

A: Doch, es gibt zum Glück eine sehr gute Möglichkeit, Arzneimittel zu spenden. Allerdings nicht diese hier, die in Ihrer Hausapotheke lagerten. Alle großen Hilfswerke kaufen die wichtigsten Präperate in Großpackungen zu sehr günstigen Preisen. Und sie kaufen die Medikamente, die im Partnerprojekt, im Katastrophengebiet oder im Flüchtlingslager gebraucht werden. Wenn Sie die Arzneimittelhilfe dieser Organisationen mit Geld unterstützen, spenden Sie dadurch indirekt sehr wertvolle Arzneimittel.

F: Sie haben recht! Wenn ich es mir genau überlege, ist das sehr einleuchtend. Vielen Dank.

Dieser Dialog stammt aus dem Faltblatt "Arzneimittel spenden? Ein Ratgeber für Privathaushalte" der DIFÄM Arzneimittelhilfe. Dieses Faltblatt kann man unter http://www.difaem.de herunterladen.

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Letzte Aktualisierung am 2006-11-17, Kai Boever. Kontaktadressen