Home
Home
Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


de en fr ru

Gedenkstätte Chatyn

Ungefähr 50 km nördlich von Minsk befindet sich die Gedenkstätte Chatyn, die 1969 zum 25. Jahrestag der Befreiung Weißrußlands eingeweiht wurde.
Am 22. März 1943 überfielen deutsche Truppen (ein SS-Battallion) das Dorf Chatyn, sperrten seine Einwohner in eine Scheune und zündeten alle Häuser, einschließlich der Scheune an.

Foto Nur der Dorfschmied und ein paar Kinder überlebten das Massaker, weil sie sich zu der Zeit in den Wäldern aufhielten. Bei seiner Rückkehr fand der Schmied seinen Enkel nur noch tot an. Das Denkmal des Schmiedes mit seinem toten Enkel auf den Armen steht symbolisch dieses Ereignis.

Foto Dort wo früher die Wohnhäuser des Ortes standes, sind heute die Umrisse, so wie ein symbolischer Schornstein aus Beton nachgebaut. Namenstafel an den Schornsteinen erinnern an die ehemaligen Hausbewohner. Im regelmäßigen Minutentakt ertönen Glocken.

Nach dem Krieg wurde an Stelle des Dorfes eine große Gedenkstätte für alle zerstörten Dörfer und umgekommen Menschen Weißrußlands aufgebaut. Foto Jeder einzlnen Stadt und jedem einzelnen Dorf, die während des Krieges zerstört wurden, ist hier gedacht. Für diejenigen Orte, die nach ihrer Zerstörung nicht wieder aufgebaut wurden, hat man eine Urne Sand aus dem jeweiligen Ort aufgestellt. Die Orte aber, die nach dem Krieg wieder aufgebut wurden, sind auf Tafeln aufgeführt, die in ihrer Gesamtheit einen Baum darstellen, der das Leben symbolisiert.
Ebenso verkörpern die drei Birken das Leben. Anstelle der vierten Birke brennt das Ewige Feuer, daß dafür steht, daß während des Krieges ein Viertel der Einwohner umkamen.

Früher und auch heute teilweile noch wurde Chatyn regelmäßig von Schulklassen aus allen Teilen Weißrußlands besucht. Auch Touristen verschlägt es häufig hierher.

Virtuelle Rundreise


Letzte Aktualisierung am 2006-11-21, Anja Stadelmann. Kontaktadressen