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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Minsk

Wappen
Einwohner: 1 719 000
Lage: Zusammenfluß der Flüsse Swislatsch und Njamiga (früher bedeutende Handelswege)
Name: Mensk, Menesk,Minesk von menjati = handeln, tauschen
Geschichte: 1067 erste Urkundliche Erwähnung, Fürstentum Minsk
1116 zum Fürstentum Kiew
14. Jh. zum Großfürstentum Litauen
1499 Stadtrecht (Magdeburger Stadtrecht)
1505 Überfall des Krim-Khan
1700-21 Nordischer Krieg mit Schweden
1812 Einnahme durch Napoleon
1871 Bau der Eisenbahn
1941-44 Überfall Hitlers, Zerstörung Minsks bis zu 90%

Obwohl Minsk die Hauptstadt Weißrußlands und die größte Stadt des Landes ist, wirkt sie teilweise eher wie eine kleine, ruhige Stadt. Auffällig sind die großen Plätze und breiten Straßen.
Foto Fährt man mit dem Auto nach Minsk, wird man sich der Größe der Stadt bewußt. Eine ganze Weile noch nach Passieren der Stadtgrenze fährt man auf einer breiten mehrspurigen Einfallsstraße an mehreren Wohnsiedlungen vorbei, bevor man die Innenstadt erreicht.
Am Stadtrand entstehen ständig neue Wohnsiedlungen, sogenannte Mikrostädte, mit hohen Wohnblocks. In Mitten dieser Siedlungen gibt es viele Kinderspielplätze, wo sich die Kinder tummeln. Auch Lebensmittelläden und Kioske sind zu finden.

Foto Aber auch nach der Ankuft mit dem Zug zeigt sich, wie großräumig die Stadt angelegt ist. Tritt aus dem Bahnhof heraus, befindet man sich auf einem großen Platz, auf dessen gegenüberliegender Seite zwei Türme stehen, die einen wie ein Stadttor empfangen.

Foto Auf der Rückseite des Bahnhofs befindet sich der Platz der Unabhängigkeit. Foto Hier treffen verschiedene Welten und Baustile aufeinander, die modernen Betonbauten der Regierungsgebäude neben dem Backsteinbau der alten katholischen Kirche der Heiligen Simeon und Jelena.

Folgt man dem Hauptprospekt, der heute nach dem Buchdrucker Francishka Skaryna benannt wurde, so kommt erst am Kaufhaus GUM vorbei und dann zum "Oktober-Platz" , an dem sich weitere Regierunggebäude des Präsidenten befinden.

Foto Der Straße weiter folgend, gelangt man zu einem der zentralen Plätze der Stadt, dem "Platz des Sieges" mit der Siegessäule und dem Ewigen Feuer in seiner Mitte.

Im 2.Weltkrieg wurde Minsk fast vollstästig zerstört. Nur sehr wenige Gebäude blieben erhalten. Foto Die Stadt wurde unter anderem von deutschen Kriegsgefangenen mit einem völlig neuen Stadtbild wieder aufgebaut, es entstanden die heute bekanten breiten Straßen mit ihren schönen, im klassischen Stil gebauten mehrstöckigen Häusern.
Foto Nicht zerstört wurde die heutige Altstadt "Trajeskaje" am Ufer des Svisloch. In den verwinkelten Gäßchen dieses Stadtteils haben sich heute Cafes und Museen niedergelassen. Auch viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt.

Oberhalb der Altstadt "Trajeskaje" überragt die Heilige Geist-Kirche die Umgebung, in der täglich mehrmals Gottesdienste verlesen werden.
Foto Im Gottesdienst ist ein ständiges Kommen und Gehen zu beobachten, denn nur wenige bleiben die gesamten 2-3 Stunden des Gottesdienstes. Früher gehörte die Heiligen Geist-Kirche zu zwei Klöstern, einem Frauen- und einem Männerkloster, die Gebäude des ehemaligen Klosters werden heute anderweitig genutzt.
Zu besonderen Kirchenanlässen finden Prozessionen rund um die Kirche statt, bei denen die Kirchenheiligtümer vorangetragen werden.

Foto Vor 150 Jahren wurde die Kirche Maria-Magdalena eingeweiht. Erst Anfang der 90er Jahre dieses Jahrhunderts wurde die Heilige Vorgänger-Kirche gebaut. Auf dem Gelände dieser Kirchen wurde ein Monument aufgestellt, im Gedenken an alle diejenigen, die auf diesem heiligen Platz beerdigt wurden.

Foto Das Stadion des Dinamo Minsk wird nicht nur für sportliche Zwecke benutzt. Rund um das Stadion ist regelmäßig Markt, auf dem vorwiegend Kleidung, Haushaltsgeräte und ähnliches verkauft werden.
Foto Lebensmittel gibt es nicht nur in den Geschäften, sondern meistens billiger und frischer auf dem Markt. Auch an Kiosken kann man von Süßigkeiten über Zeitschriften, Kosmetikartikeln bis zu Obst und Gemüse alles bekommen.

Foto Im Winter wird es recht kalt, -20 Grad sind keine Seltenheit, so daß der Svislatsh zufriert und sich bei Sonnenschein der Gorkij-Park in seiner Winterpracht zeigt.
Aber auch im Sommer ist der Park neben einigen anderen Parkanlagen ein beliebter Platz, an dem man sich trifft, um geütlich in der Sonne zu sitzen und sich zu unterhalten, oder spazierengeht. Zu dieser Jahreszeit sind dann auch die Aktrakionen, wie Karussel und Riesenrad geöffnet, an denen sich nicht nur jüngere Kinder erfreuen.

Foto Mitten im Park gelegen ist das Opern- und Balettheater von Minsk. Vor dem Theater steht nachdenklich das Denkmal des Volksdichter Maksim Bahdanovitsh.
Erst am Ende des 19. Jahrhunderts fand die weißrussische Literatur ihre Bedeutung. Bis dahin galt die weißrussische Sprache als Sprache der Bauern und kleinen Leute. Doch dann setzte verstärkt das Bewußtsein der Muttersprache ein. Dichter, wie Bahdanowitsch, Janka Kupala und Jakub Kolas verfaßten ihre Gedichte und Erzählungen in weißrussischer Sprache.

Nordöstlich vor Minsk liegt der Kurgan Slawy - der Hügel des Ruhmes. Foto Es heißt, daß nach dem 2. Weltkrieg Kinder aus allen zerstörten Städten Weißrußlands Erde zusammengetragen haben, um diesen Hügel zu Ehren der Gefallenen aufzuschütten.
Auf 241 Stufen gelangt man zu dem Obelisken auf dem 21m hohen Hügel. Dieser und der Ehrenring symbolisieren die Brüderschaft der Soldaten, Offiziere und Partisanen.
Oben von der Gedenkstätte aus hat man einen schönen Ausblick auf das gesamt Umland. So weit man sehen kann erstrecken sich Felder, die hin und wieder von Datschensiedlungen unterbrochen sind.

Foto Unweit von Minsk befindet sich die Olympiasportstätte Raubitschi, die noch heute von als Trainingslager und für Wettkämpfe genutzt wird.

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Letzte Aktualisierung am 2006-11-21, Anja Stadelmann. Kontaktadressen