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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Nawahrudak

Wappen
Einwohner: 31 500
Lage: Kleinstadt im Hrodnoer Gebiet, ca. 160 km östlich von Hrodno
Geschichte: 10. Jh. Gründung der Stadt
12. Jh. Festung auf dem Schloßberg Residenz der Fürsten des Großfürstentums: Litauen
14/15 Jh. Erbauung des Schlosses
1710 Schloß wird von den Schweden niedergebrannt
Im Laufe der Geschichte wechselte die Zugehörigkeit der Stadt zwischen Polen, Litauen und Rußland

Nawahrudak ist eine der ältesten weißrussischen Städte und war zu Zeiten des Großfürstentums Litauen ein bedeutendes Handel- und Handwerkerzentrum.
Heute ist Nawahrudak eher ein kleines beschauliches Städtchen mit vielen historischen Gebäuden. Mittelpunkt der Stadt ist der Leninplatz mit seinen angrenzen Straßen, Gassen und kleineren Plätzen, auf denen sich das Leben der Einwohner abspielt. Foto Das Wahrzeichens der Stadt war und ist das im 14./15. Jahrhundert erbaute alte Schloß, das wegen seiner massiven Steinmauern, die teils aus großformatigen Ziegeln, teils aus Bruchsteinen bestehen, eher einer Festung gleichkam. Von diesem Schloß, das 1710 beim Einfall der Schweden niedergebrannt wurde, stehen heute nur noch ein paar Ruinen.
Der Legende nach solltes es einen Verbindungsgang bis nach Njaswisch (25km südlich von Mir) gegeben haben. Auch soll in den Kellerverließen die ansässige heilkundige Raina Gromytschina-Makowskaja zwei Jahre lang gefoltert und 1631 schließlich als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sein. Die Hexenverfolgung wurde hier erst 1776 abgeschafft.

Einer der berühmtesten Einwohner Nawahrudaks ist der Begründer der polnischen Romantik, Adam Mickiewicz. Er wurde 1798 in Nawahrudak geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. 1815 ging er zum Studieren nach Vilnius, wurde aufgrund seiner Tätigkeiten im Geheimbund der Philomaten aus Litauen ausgewiesen und nach Rußland verband für wenige Jahre. Nach mehreren Jahren im Ausland kehrte Mickiewicz wieder in seine Heimat zurück. In den Jahren 1840-44 lehrte er als Professor in Paris. 1855 starb er in Konstantinopel an Cholera,als er im Krimkrieg eine polnische Legion gegen die Rußland aufstellte.
Durch sein Wirken wurde Mickiewicz zum Symbol des polnischen Nationalbewußtseins und des polnischen Befreiungskampfes.

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Letzte Aktualisierung am 2006-11-21, Anja Stadelmann. Kontaktadressen