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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Rückblick auf 20 Jahre Tschernobyl

Foto der Veranstaltung

Das Jahr 2006 geht langsam dem Ende entgegen. Dies wollten wir zum Anlass nehmen, zu einer Veranstaltungen einzuladen um Informationen zum 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe auszutauschen und einen Ausblick auf die kommenden Jahre wagen.

Hierzu haben wir am Abend des 28.11.2006 im Gemeindehaus in Schöppenstedt eine Informations- und Gesprächsveranstaltung durchgeführt. Die Themen dieser Veranstaltung waren:

  • Wie gehen wir mit der Resolution (PDF, 30 kB ) von Feldkirch um?
  • Wie wird die Strategie der einzelnen Initiativen in den nächsten Jahren sein?
  • Soll es auch weiterhin ein "Netzwerk Tschernobyl - Region Braunschweig" geben?
  • Wie kann eine weitergehende Vernetzung Deutschland- und EU-weit aussehen?

Hier ist die Begrüßungsrede von Paul Koch zu dieser Veranstaltung wiedergegeben:

Begrüßung

Herzlich willkommen in Schöppenstedt.

Herzlich willkommen
zu unserem gemeinsamen Rückblick auf 2006, dem Jahr der Erinnerung an 20 Jahre Tschernobyl-Katastrophe aber auch Erinnerung an 20 Jahre Tschernobyl-Hilfe.

Fast automatisch ist mit einem Rückblick auch ein Ausblick verbunden - Und so wollen wir es auch heute halten.

2006 also ein Jahr der Erinnerung an 20 Jahre Tschernobyl-Katastrophe

In diese Erinnerung mischten sich im Laufe des Jahres

  • Überlegungen für die Bundeswehr Atomwaffen anzuschaffen
  • Den Ausstieg aus dem Ausstieg der Atomenergie voranzutreiben
  • die verstärkte (und offizielle/ öffentliche) Verharmlosung der Folgen der Tschernobyl-Katastrophe
  • das Verblassen der Erinnerung des am eigenen Leib im Frühjahr und Sommer 1986 erlebten
  • Ein Rückgang der Spendenbereitschaft
  • Schwieriger werdende Bedingungen für die hum. Hilfe für Belarus / Tschernobyl-Opfer

Umso wichtiger, so finde ich, dass die in einer Arbeit stehenden auch an einem Strang ziehen, sich vernetzen und dennoch Eigenständig bleiben. (Das heutige 2. Thema)

Die Arbeitsgemeinschaft "Schacht Konrad" [1] lud im Oktober 2005 ein zu einer Sitzung ein um mit gemeinsamen Projekten an 20 Jahre Tschernobyl-Katastrophe - aber auch um an Harrisbourg und Nagasaki zu erinnern.

Es entstand das regionale, Braunschweiger Netzwerk "Tschernobyl20" in dessen Mittelpunkt die Ausstellung von Anatol Kliashchuk in Braunschweig / Martinikirche [2] stand.

Außerdem fanden in diesem Zusammenhang Vorträge von Dr. Mikhail Malko aus Minsk In unserer Region statt.

Nun geht das Jahrestags-Jahr "Tschernobyl" zu Ende.

Ein Resümee für unser Netzwerk haben wir im Juni im Freizeit- und Bildungszentrum Asse anlässlich des Besuches von 34 strahlengeschädigten Kindern gezogen.

Generell war dieses Resümee positiv - wenn auch das ein oder andere hätte besser organisiert und besser vernetzt hätte sein können - und auch eine stärke Öffentlichkeit verdient hätte.

Nach meinen Informationen haben neben beeindruckenden Ausstellungen zum Thema vier bemerkenswerte Tschernobyl-Veranstaltungen auf nationaler und internationaler Ebene stattgefunden.

  1. Partnerschaftskonferenz in Geseke (April 06)
    Zur Förderung der deutsch-belarussischen Kooperation organisiert das IBB / Dortmund regelmäßig Veranstaltungen in Deutschland, wie zum Beispiel die alljährliche Partnerschaftskonferenz der deutsch-belarussischen Initiativen mit bis zu 400 Teilnehmern. Im Rahmen der Konferenz werden 150 Vertreter belarussischer NGOs eingeladen. Sie treffen ihre deutschen Partner zu Kooperationsgesprächen und nehmen dann gemeinsam an der Konferenz teil. [3]
  2. Umbenennung der IBB Minsk in Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte "Johannes Rau" Minsk (Sept. 06)
    Hier ging es in Fortsetzung der Partnerschaftskonferenz in Geseke nun in Minsk um die deutsch-belarussisch-ukrainische Zusammenarbeit. Es war die erste trilaterale Konferenz, die unter dem Thema stattfand: "Von der Hilfe zu Partnerschaften - Perspektiven und Zusammenarbeit 20 Jahre nach Tschernobyl Hier ging von der belarussisch-ukrainischen Basis ein deutliches Signal zur weiteren Zusammenarbeit aus. Im Mittelpunkt stand das Thema Von der Hilfe zur Partnerschaft. Die Diskussion berührte wesentliche Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: Wie können Kindererholungsaufenthalte, Ferienlager, Krankenbetreuungen und Workcamps mit bisher ausschließlich karitativem Ansatz eine stärkere partnerschaftliche Ausrichtung erhalten? Eine zukunftsorientierte Frage, die sicher auch unsere Ansicht von humanitärer Hilfe auf den Prüfstand bringt. [3]
  3. Die Gesellschaft für Strahlenschutz e.V mit Sitz in Berlin organisierte im April einen Kongreß zum Thema "20 Jahre nach Tschernobyl - Erfahrungen und Lehren für die Zukunft."
    Auch wenn im Detail andere Referenten auftraten und andere Themen behandelt wurden, die Stoßrichtung war wie in der noch zu nennenden Konferenz in Feldkirch, die Aufklärung über die tatsächlichen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe. [4]
  4. Im September fand im österreichischen Feldkirch eine Konferenz mit internationalen Referenten (auch in Kooperation mit der niedersächsischen Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl") statt.
    Als ich deren Resolution in Händen hielt, die auf wissenschaftlicher Ebene das ausspricht was wir alle schon längst wissen wogegen wir aber immer ankämpfen müssen, (nämlich die Verharmlosung von offizieller Seite) ist die Idee geboren diese Information auch in unserer Region in die Öffentlichkeit zu bringen. Die heutige Veranstaltung soll nun (in einem 1. Teil) den Versuch unterstützen diese Information auch in unserer Region in die Öffentlichkeit zu bringen.[5]
In einem zweiten Teil soll es dann heute Abend darum gehen, wie wir in der Braunschweiger Region uns auch zukünftig vernetzen wollen, ob und in welcher Form wir den Netzwerkgedanken weiter pflegen und evtl. zu konkreten oder grundsätzlichen Absprachen kommen wollen.

Hier sollte dann auch der überregionale Netzwerk-Gedanke eine Rolle spielen.

Prof. Eckel (Niedersächsischen Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl")hat hierzu bereits Kontakte auf EU - Ebene aufgenommen.

Nochmals herzlich Willkommen hier in Schöppenstedt

Paul Koch
Vorsitzender der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V.
tschernobyl-initiative.schoepp@onlinehome.de


Links
  1. http://www.ag-schacht-konrad.de/
  2. http://www.martini-kirche.de/
  3. http://www.ibb-d.de/
  4. http://www.gfstrahlenschutz.de/
  5. Veranstalter der Konferenz in Feldkirch:
Verein

Vereinsstruktur Tätigkeiten Spenden und Hilfe

Letzte Aktualisierung am 2007-04-14, Kai Boever. Kontaktadressen