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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Deutsch-weißrussische Lehrerfortbildung in Minsk

vom 30.03. bis 09.04. 2001

Kurzbericht in Stichpunkten

Nachdem im Mai 2000 in Goslar und Umgebung die erste deutsch-weißrussische Lehrerfortbildung stattfand, die von den landeskirchlichen Dienstbereichen 1) Amt für Religionspädagogik / Medienarbeit, 2) Männerarbeit, 3) Handwerk und Kirche und 4) der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V. durchgeführt wurde, kam es jetzt zum Gegenbesuch von 27 Lehrern aus ganz Niedersachsen in Minsk. Diese Begegnung wurde von der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) unterstützt, wofür wir sehr dankbar sind.

Zunächst ein stichpunktartiger Bericht. Auf Wunsch kann differenziert berichtet werden, ab Mittwoch dem 11.04. liegen dann im Bedarfsfalle auch Fotos vor.

Schulen und schulische Einrichtungen:

  • Berufsschule Nr. 114
  • Grund - + Mittelschule Nr. 37
  • Blindenschule Nr. 188
  • Schule im Kindererholungszentrum Nadeshda/Wileijka
  • Musikschule im Dorf Krupiza

Besuchte Kirchen und religiöse Einrichtungen:

  • Theologische Fakultät der europäischen humanistischen Universität
    - Sonntagsschule der theologischen Fakultät
    - Bibliothek der theologischen Fakultät
  • Besichtigung der Kathedrale "Heilig Geist" anschließend Gottesdienst
    - lutherische Gemeinde "Rettung"

Andere Einrichtungen:

  • Blindengesellschaft (Zentrale)
  • Produktionsbetrieb

Humanitäre und medizinische Hilfe:

  • Kinderonkologische Klinik
    - Übergabe von Medikamenten und Besprechen eines speziellen Proplemes der Patientin Katja 8 Jahre alt.
  • Universitäts-Frauenklinik
    - Übergabe von medizinischen Kleingeräten und eines Ultraschallgerätes aus einer Schöppenstedter Arztpraxis
  • Besichtigung des Lagers für humanitäre Hilfe (Blindengesellschaft)
  • Übergabe von humanitärer Hilfe an die Umsiedlerhilfe
  • Besichtigung Kinderzentrum Nadeshda

Kultur / Museen:

  • Besichtigung des Belaweschskaja Puschtscha (Urwald) mit Museum, Wisente in freier Wildbahn und "Wiskuli", dem Sommersitz des weißrussischen Präsidenten
  • Kulturzentrum der Blindengesellschaft, mit Besuch des Museums, Bibliothek, Chor "Cantus", und Orchester
  • Park-Galerie (Klein Paris)
  • Gedenkstätte "Chatyn"
  • Museumsdorf Dududki

Handwerkereinsatz:

9 Handwerker arbeiteten parallel zur Lehrerfortbildung im Kinderzentrum Nadeshda. Dabei ging es Holz- und Elektroarbeiten, sowie um die Reparatur von Fahrrädern.

Erste abschließende Einschätzung:

Lehrer
Die weißrussischen Schulen gaben sich große Mühe den deutschen Lehrern einen Einblick in das weißrussische Schulsystem und der weißrussischen Pädagogik zu geben. Dazu gehörten Unterrichtshospitationen, Besprechungen in der Gesamtgruppe und ein abschließendes Kulturprogramm der Schule, ausgeführt von Schülern und Lehrern. Ein weiterer Informations- und Erfahrungsaustausch wurde von den weißrussischen Lehrern ausdrücklich gewünscht und verabredet.

Handwerker
Die Handwerker sind inzwischen gerngesehene Gäste im Kinderzentrum Nadeshda. Weitere freiwillige Arbeitseinsätze würden sich auch anbieten im Sanatorium Podjelniki (Blindengesellschaft) und beim Aus – und Aufbau des lutherischen Bethauses.

Humanitäre und medizinische Hilfe
Alle Einrichtungen die von uns humanitäre und medizinische Hilfe erhielten bedankten sich überschwenglich und betonten, wie notwendig diese Unterstützung ist. Dramatisch wurde der Bedarf der Universitäts-Frauenklinik geschildert. Beklemmend die Information von Prof. Katko (Kinderonkologie) über das Mädchen Katja, das einen seltenen Herzfehler hat und das 14. Lebensjahr nicht erreichen wird, wenn sie nicht operiert werden kann. Leider gibt es in Weißrußland keine Möglichkeit diese Operation durchzuführen. Eine Operation in einer Berliner Spezialklinik kostet 40.000,- DM was die einfach Kolchosfamilie nicht aufbringen kann.

Paul Koch, 09.04.2001

Verein

Vereinsstruktur Tätigkeiten Spenden und Hilfe

Letzte Aktualisierung am 2006-11-11, Kai Boever. Kontaktadressen