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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Podjelniki

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Flußlandschaft bei Podjelniki

Ca. 95 km südlich von Minsk, in der Nähe der Kreisstadt Usda, nahe dem Dorf Podjelniki,liegt das gleichnamige Sanatorium und Erholungsheim der Weißrussischen Blindengesellschaft.
Podjelniki liegt in mitten eines dünnbesiedelten Gebietes, in dem sich Flüsse, Wälder und sumpfige Wiesen abwechseln. Es ist ein Ort der Ruhe, und wenn man das nahe Dorf besucht, hat man den Eindruck, die Zeit sei dort irgendwann einmal stehengeblieben. Podjelniki ist ein Ort der Ruhe und des Friedens. Ein Ort, wo man sich von der Welt erholen kann. Selbstverständlich liegt Podjelniki auch in einem nicht-kontaminierten Gebiet Weißrußlands.

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Badestrand des Sanatoriums

Podjelniki ist aber mehr als nur ein einfaches Erholungszentrum in einer wunderschönen Landschaft. Podjelniki ist auch eine Vision. Eine Vision von einer besseren Zukunft. Die Katastrophe in Tschernobyl am 26.04.1986 hat Weißrußland bis heute verändert. Die Strahlung macht keinen Unterschied zwischen arm und reich, zwischen jung und alt und zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen. In den von der Katastrophe betroffenen Gebieten Weißrußlands betreut die Blindengesellschaft heute viele sehbehinderte Menschen, und die Anzahl der Behinderungen und Krankheiten, auch des Auges, sind nach der Katastrophe deutlich gestiegen. Für sehbehinderte Menschen, insbesondere für Kinder, einen Erholungsaufenthalt in Deutschland zu organisieren ist wegen der intensiven Betreuung und den damit verbundenen Kosten kaum möglich. Dennoch benötigen auch diese Menschen Hilfe.
Genau hier soll das Projekt "Podjelniki" greifen. In Podjelniki ist eine fachkundige Betreuung auch für sehbehinderte Menschen sichergestellt und damit werden Erholungs- und Rehabilitationsmaßnahmen für diese Menschen erst möglich. Damit wird Podjelniki zu einer für Weißrußland einmaligen Einrichtung.

Die Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V. hat, soweit es möglich war, die weißrussische Blindengesellschaft beim Aufbau dieses Zentrums unterstützt und will dies auch weiter tun. Neben der Finanzierung von Erholungsaufenthalten für sehbehinderte Kinder (alle 2 Jahre) und der Lieferung von humanitärer Hilfe sind auch Arbeitseinsätze in Podjelniki geplant. Dies alles kostet sehr viel Geld, deswegen sind wir dringend auf Spenden angewiesen.

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Einfahrt und Blick auf Haupthaus des Sanatoriums

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ging es der weißrussischen Blindengesellschaft wirtschaftlich sehr schlecht. Zuvor hatte jede der 17 Produktionsstätten der landesweit arbeitenden Blindengesellschaft (51 % der Arbeitsplätze sind Arbeitsplätze für Sehbehinderte und Blinde) neben verschiedenen anderen kulturellen und sportlichen Einrichtungen auch jeweils ein Erholungsheim, das von dem jeweiligen Betrieb geführt und unterhalten wurde, aber von allen Weißrussen und Weißrussinnen genutzt werden konnten. (Mitarbeiter der Blindengesellschaft zu günstigeren Konditionen).
Die wirtschaftliche Situation zwang die Blindengesellschaft nach der Wende dazu, einige dieser Erholungseinrichtungen zu verkaufen. Von dem Erlös sollte ein neues, zentrales Erholungsheim gekauft werden. Man entschloß sich damals für das Freizeitheim in Podjelniki, das zuvor einer Minsker Elektrofirma gehörte. Dieses Freizeitheim wurde im Laufe der letzten Jahre umgebaut, so das nun 100 Betten ganzjährig zur Verfügung stehen. Zudem gibt es neben dem großen Speiseraum auch einen Konzertsaal (bzw. Kinosaal), eine Turnhalle und eine Bibliothek.

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Holzhaus zur Unterbringung der Gäste

1996 besuchte die Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt, während ihrer ersten Begegnungsfahrt, das damalige Freizeitheim (bestehend aus dem Haupthaus mit 20 Betten, ganzjährig geöffnet und 5 Holzhäuser für kleine Gruppen oder Familien für den Sommerbetrieb). Von da an unterstützte die Tschernobyl-Initiative das Erholungsheim. Alle zwei Jahre finanzieren wir mit ca. 3000 € Kindererholungsmaßnahmen und Mutter-Kind-Kuren in Podjelniki. Dies geschieht im Wechsel mit den Kindererholungsmaßnahmen im Falkenheim, wo wir keine blinden oder stark sehbehinderten Kinder aufnehmen können. Hier in Podjelniki ist die angemessene Begleitung, Unterstützung und Therapie mit dem entsprechenden Personal für sehbehinderte und blinde Menschen gewährleistet.

Verein

Vereinsstruktur Tätigkeiten Spenden und Hilfe

Letzte Aktualisierung am 2007-10-04, Anja Stadelmann. Kontaktadressen