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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Protokoll der 7. Jahreshauptversammlung

am 25. April 2001, um 19.oo Uhr

im Gemeindehaus; St. Stephanus Schöppenstedt

TOP 1) Paul Koch (Vorsitzender) begrüßt 34 anwesende Vereinsmitglieder und 5 Gäste zur 7. Jahreshauptversammlung. Er weist auf die ausgelegte Dokumentationen "5 Jahre Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V." hin. Diese Dokumentation konnte kostenlos in der Druckerei des Landeskirchenamtes gedruckt werden. Der Vorsitzende berichtet, daß der Verein von 155 Mitgliedern im letzten Jahr auf 180 gestiegen ist. Der Vorsitzende hält eine Bildmeditation zum Thema "Regenbogen" an Hand des Fotos von Anatol Kljashtchuk (Minsk).

TOP 2) Folgende Grußworte werden gesprochen:

  • Für die Kirche spricht Prof. Dr. Manfred Kwiran
  • Für die Stadt Schöppenstedt spricht Bürgermeister Karl-Heinz Mühe; MDL und überbringt auch Grüße vom Präsidenten des niedersächsischen Landtages Herrn Prof. Wernstedt.
  • Für die Botschaft der Republik Belarus spricht Botschaftsrat Edward Birilo in Vertretung von Botschafter Wladimir Skworzow.
  • Irene Koch (Geschäftsführerin) verliest Grußworte von unseren Partnern in Weißrussland
    1. der weißrussischen Blindengesellschaft
    2. vom Kinderzentrum Nadeshda.

TOP 3) Zum Schwerpunktthema: 15 Jahre Tschernobyl-Katastrophe - Katastrophale Auswirkungen für Belarus gibt Andreij Schuplak (2. Botschaftssekretär) einen Gesamtüberblick. Über die Medizinische Situation berichtet Dr. Dr. Horst Wohlfarth.

TOP 4) Christiane Seecamp verliest die Resolution "Grenzen überwinden" die bei einer Tagung und im Februar 2001 in Iserlohn verabschiedet wurde. Der Vorstand wird über die Resolution nochmals beraten, die für uns relevanten Punkte herausarbeiten und eine Kurzfassung dem Protokoll beilegen. Grundsätzlich wurde die Resolution für gut befunden.

TOP 5) Über das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 12.04.2000 muß nicht abgestimmt werden, weil bei der letzten Jahreshauptversammlung besprochen wurde, dass im Laufe eines Monats nach Zusendung des Protokolls Einsprüche erhoben werden können. Geschieht dies nicht, gilt das Protokoll als angenommen. Aus diesem Grund soll in Zukunft dieser Punkt nicht auf der Tagesordnung stehen - es sei denn es gab Einwände.

TOP 6) Berichte

  1. An Hand eines vorgelegten Arbeitspapiers gibt der Vorsitzende den Gesamt-Bericht.
  2. Kurt Steffens berichtet über "Krupki". Ehepaar Steffens begann vor einigen Jahren damit, das Grab von Herrn Steffens sen. in Rußland zu suchen. Auf dem Weg dahin machten sie zufällig Station in Krupki, weil diese Stadt nahe an der Autobahn lag.Seither gibt es intensive Beziehungen zu dem dortigen Krankenhaus. Jährlich einmal fährt das Ehepaar Steffens nach Krupki. Inzwischen haben sie Probleme die Mengen der hum. Hilfe selbst vor Ort zu bringen. Ein weiteres Problem sind die Spendenquittungen, die sie als Privat-Personen nicht ausstellen können. Aus diesem Grund suchte Familie Steffens den Anschluß an unseren Veren.
  3. Anja Neuhaus berichtet für die Internet-Gruppe. Mit Laptop und Großprojektor demonstriert sie sehr anschaulich, wie unsere Hompage aufgebaut ist. Inzwischen gibt es auch eine virtuelle Weißrusslandreise. Diese ist auch auf CD-Rom zu erhalten. Anja Neuhaus bittet Mitglieder um Artikel für das Internet. Die Aufgaben der Internetgruppe sind sehr vielfältig (Informationen zusammentragen, Texte schreiben, Seiten programmieren). Da die Mitarbeiterzahl der Internetgruppe sich in der letzen Zeit etwas verringert hat und gleichzeitig die Vereinsaktivitäten zugenommen haben, wird nach Verstärkung gesucht. Es müßten Texte geschrieben werden über verschiedene Themen, einige Bereiche sind als Beispiel hier angegeben: Texte über:
    • Geschichte Weißrußlands (für Rundreise)
    • Städte in Weißrußland wie Gomel, Masyr, Brest, Mahilew, etc.(für Rundreise)
    • die Lutherische Gemeinden in Weißrußland
    • Podjelniki
    • allgemeines zu Atomkraft, Atomkraftwerke (Funktionsweise) speziell das in Tschernobyl
    • soziale Auswirkungen der Tschernobyl Katastrophe
    • allgemeine Tschernobyl-Hilfsmaßnahmen
    • aktuelles Geschehen, z.B. Hilfstransporte, Kindererholung, Expertenfahrt, Chor Cantus
    • Eindrücke und Erlebnisse von Fahrten nach Weißrußland oder Begnungen in Deutschland mit Weißrussen.
    Weitere Vorschläge sind jederzeit willkommen! Die Texte können in jedem beliebigen (aber gängigen) Textformat oder auch mit Papier und Bleistift geschrieben werden.Das Umsetzen der Texte zu HTML-Seiten werden dann die Mitarbeiter(innen) der Internetgruppe machen, so das für die inhaltliche Arbeit keine Computerkentnisse notwendig sind. Außerdem sollen die Internetseiten internationaler werden, daß heißt es soll der Versuch gestartet werden, die Seiten ins englische und russische zu übersetzen. Hierfür werden noch Freiwillige gesucht! Jede andere Sprache ist auch gern gesehen. Wer Interesse und Lust hat, kann sich bei Kai Boever, Anja Neuhaus oder per Internet ( internetgr_tscherno@yahoo.de) melden.
  4. Prof. Manfred Kwiran berichtet über die Kooperation "Amt für Religionspädagogik/ Medienarbeit " und der Tschernobyl-Initiative. Hervorzuheben sind: Die Ausstellung im April mit Anatol Kljashtchuck und die Fotomappe, sowie der deutsch-weißrussische Lehreraustausch.
  5. Finanzbericht: Uwe Löhr gibt einen Gesamtüberblick über den Kontostand am Anfang und am Ende des Jahres, sowie über Einnahmen und Ausgaben . Anschließend berichtet Paul Koch im Detail von den Kontenbewegungen.
  6. Der Prüfungsbericht der Kassenprüfer Heiko Kramer und Kai Boever wird verlesen, da beide entschuldigt abwesend sind.

TOP 7) Die Entlastung des Kassenführers und des Vorstandes wird beantragt und einstimmig beschlosssen.

TOP 8) Als Nachfolger für Heiko Kramer als Kassenprüfer für die nächsten 2 Jahre wird Karl-Siegfried Bottke gewählt.

TOP 9)Paul Koch legt den Haushaltsentwurf für 2001 vor. Er wird per Abstimmung einstimmig genehmigt.

TOP 10)Irene Koch berichtet von Freud (Hochzeit von Mitglied Barabara Becker und Herrn Meinecke) und Leid (Tod von Mitglied Ursula Ulbrich und Inge Basan).
Des weiteren stellt sie die Planungen für 2001 vor.

  • 25. April, 19.00 Uhr Jahreshauptversammlung
  • 19. - 27. Juni : Chor Cantus aus Minsk. Am 21. Juni wird der Chor in Wolfenbüttel (Kirchencampus) und am 24. Juni in Schöppenstedt (St. Stephanus) singen. Für den Chor benötigen wir wieder Privatquartiere für je 2 Personen. Wer Chorleute vom 20. - 27. Juni bei sich aufnehmen kann, meldet sich bitte unter per Tel. (0 53 32) 62 26/ Fax (0 53 32) 62 05 oder Email tschernobyl-initiative.schoepp@onlinehome.de.
  • Humanitäre Hilfe: Mitte Januar wurde ein Transport nach Nadeshda von uns mit 400 Kartons Kleidung aufgefüllt.Im Februar ging bereits ein kompletter Transport an die Blindengesellschaft. Der nächste Transport wird am 05. Mai stattfinden. Voraussichtlich werden noch 3 Transporte zusammgestellt.)
Weitere Termine zur Kenntnis: In Kooperation mit anderen Institutionen
  • 9.-11. Februar 2001: Ökumene Seminar in Minsk. Auf Wunsch der lutherischen Gemeinde in Minsk (Olga Stockmann) wird vom 9.-11. Februar in Minsk ein ökumenisches Seminar stattfinden unter der deutschen Leitung von Prof. Manfred Kwiran und Diakon Paul Koch. Auf weißrussischer Seite werden unterschiedliche Kirchen aus Minsk und Umgebung eingeladen sein.
  • 30. Februar - 09. April: Deutsch-weißrussische Lehrerfortbildung in Minsk (und Handwerkereinsatz in Nadeshda).
  • 30. März - 09.(o.13.) April und 09.06 - 25.06.: Handwerkereinsatz in Nadeshda
  • 24. April: Fotoausstellung "Kinder von Tschernobyl" von Anatol Kljashtchuk in Brüssel / Europäisches Parlament / Vertretung des Landes Niedersachsen mit Anatol Kljashtchuk (Minsk) Fotograf, Prof. Dr. Heyo Eckel, "Kinder von Tschernobyl" Stiftung des Landes Niedersachsen,Vladimir Labunov, Botschafter von Belarus. Mitwirkung: Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V.
  • 26. April: Besichtigung Kleiderkammer in Watzum(Botschaftsrat Eduard Birilo und Botschaftssekretär Andreij Schuplak) Realschule Schöppenstedt:"Tschernobyl" im Unterricht: Schüler lesen aus dem Buch "Die Spur der schwarzen Wolke"; Gespräch zwischen Schülern und den weißrussischen Gästen überFolgen der Tschernobyl-Katastrophe für Weißrußland. Gespräch mit Lehrern, Mitglieder, Elternvertretern und Lokalpolitikern.(Botschaftsrat Eduard Birilo + Botschaftssekretär Andreij Schuplak)
  • Thema: 15 Jahre Tschernobyl - Zeit heilt Wunden? Empfang im Rathaus Kassel (Bürgermeister Georg Lewandowski) Veranstaltung von Tschernobyl-Initiativen im Raum Kassel
  • Die weißrussische Blindengesellschaft hat Paul + Irene Koch zur Eröffnungsfeier des Sanatoriums Podjelniki am 14.5.2001 eingeladen!
  • 30. Juni bis 09. Juli: Fahrt mit Landwirten nach Belarus
  • Kindererholung 2002

Karl-Siegfried Bottke legt einen schriftlichen Vorschlag zur Satzungsänderung vor. Es geht um die Möglichkeit einer Ehrenmitgliedschaft. Die Satzungsänderung wird einstimmig angenommen.

Horst Wohlfarth berichtet von einem weißrussischen 8 jährigen Mädchen, das eine seltene Herzkrankeit hat. Ohne Operation wird die kleine Katja ihr 14. Lebensjahr nicht erreichen. In Minsk kann diese Operation nicht durchgeführt werden. Im Moment läuft die Anfrage in einer Berliner Klinik. Im Moment ist auch noch die Frage ob das Mädchen überhaupt operiert werden kann oder ob es nicht schon zu spät ist. Wenn die Operation in Berlin möglich ist, wird sich der Verein durch einen speziellen Spendenaufruf um die Finanzierung kümmern.

TOP 11) Paul Koch überreicht Herrn Birilo und Herrn Schuplak ein Präsent zur Erinnerung an diese Jahreshauptversammlung. Im Anschluß an den offiziellen Teil geht es über zu dem inoffiziellen, gemütlichen Teil. Ein kaltes Büfett (von den Mitgliedern gestiftet) gibt Möglichkeit zum Austausch und angeregter Unterhaltung.

Irene Koch, Geschäftsführerin


Zuletzt Aktualisiert am 17.05.2001
Verein

Vereinsstruktur Tätigkeiten Spenden und Hilfe

Letzte Aktualisierung am 2006-11-10, Anja Stadelmann. Kontaktadressen