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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Nachrichten

von der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt

Ausgabe 2 / März 2008, Nr. 13

Mittelungsblatt für Mitglieder und Freunde des Vereins

11. März 2008

14. Jahreshauptversammlung
der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V.

Bevor hier unsere konkrete Vereinsarbeit behandelt und weiter unten auf das Jahr 2007 zurückgeblickt wird, aus vereinsinternen Anlässen ein Blick in das "Deutsches Vereinswesen":

Das Recht, einen Verein zu gründen ist im Grundgesetz der BR Deutschland festgeschrieben und zwar im Grundgesetz Artikel 9:

  1. Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.
    Ein Verein ist nach deutschem Zivilrecht (Privatrecht/ BGB) der Zusammenschluss von mehreren Personen (Mitgliedern) unter einem Namen (Vereinsnamen) zur Erzielung eines gemeinsamen Zwecks (Vereinszweck), wobei der Fortbestand des Vereins nicht von bestimmten Personen abhängig ist. Hierbei werden 4 unterschiedliche Vereinsformen berücksichtigt:
    1. Altrechtlicher Verein (Vereine, die vor dem 1. 1.1900 gegründet wurden.)
    2. Wirtschaftliche Verein (Eine Eintragung erfolgt im Handelsregister.)
    3. Nichtwirtschaftlicher Verein (§§21-79 BGB finden hier Anwendung)
      Durch Eintragung in das Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichtes nach §21 BGB erhält ein nicht wirtschaftlicher Verein den Status einer juristischen Person. In der Satzung bestimmt der Verein seine eigene Verfassung weitgehend selbst (Vereinsautonomie).
    4. Nicht rechtsfähiger Verein (§§21-54 BGB finden hier Anwendung)
      Ein Verein, der nicht auf eine der unter B) und C) genannten Weise Rechtsfähigkeit erlangt hat, ist keine juristische Person; auf ihn finden die allgemeinen Vorschriften für Gesellschaften im engeren Sinne (§ 54 BGB) Anwendung.

Es ist nicht schwer zu erraten, dass wir als Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppen-stedt e.V. zur Kategorie C) Nichtwirtschaftlicher Verein gehören. Unsere Satzung wird jedem Mitglied bei Eintritt übergeben oder ist natürlich jederzeit auf Anfrage erhältlich, bzw. ist im Internet nachzulesen bzw. dort auch herunter zuladen: http://ti.welcomes-you.com/verein/satzung.htm.

Neben den ausschlaggebenden Paragraphen 1) Name, Sitz und 2)Zweck geht es in den Paragraphen 3 bis 7 um die unterschiedlichen Mitgliederfragen. Hier wird dann auch die Mitgliederversammlung in Paragraph 6 und 7 geregelt. Die satzungsgemäßen Punkte, die für die Kassenführung, Kassenprüfung und Rechnungslegung von Bedeutung sind, sind die Paragraphen 6, 7 und 12.

§ 6 Aufgaben der Mitgliederversammlung
Der Jahreshauptversammlung steht die oberste Entscheidung in allen Vereinsangelegenheiten zu. Seine Beschlussfassung unterliegt:

  1. die Wahl der Vorstandsmitglieder (außer ein von der Propstei Schöppenstedt zu benennendes Mitglied)
  2. die Wahl von mindestens zwei Kassenprüferinnen bzw. Kassenprüfern.
  3. die Entlastung der Organe bezüglich der Jahresrechnung und der Geschäftsführung

§7 Tagesordnung
Die Tagesordnung einer Jahreshauptversammlung hat mindestens folgende Punkte zu umfassen:

  1. Feststellung der Stimmberechtigten,
  2. Rechenschaftsbericht der Organmitglieder und der Kassenprüferinnen bzw. Kassenprüfer,
  3. Beschlussfassung über die Entlastung,
  4. Neuwahlen.

§12 Kassenprüferin bzw. Kassenprüfer
Die von der Jahreshauptversammlung auf jeweils ein Jahr zu wählenden Kassenprüferinnen bzw. Kassenprüfer haben gemeinschaftlich zumindest einmal im Jahr und bis ins einzelne gehende Kassenprüfungen vorzunehmen, deren Ergebnis sie in einem Protokoll niederzulegen und der Mitgliederversammlung mitzuteilen haben.

Nach Rücksprache mit dem Diakonischen Werk und der Landeskirche ist darüber hinaus von folgender zusammenfassender Rechtslage auszugehen:

  1. Die Mitgliederversammlung wählt sowohl den Vorstand (einschließlich der KassenführerIn) und spricht dem Vorstand, und den einzelnen Vorstandsmitgliedern damit ein grundsätzliches Vertrauen aus, damit der Verein überhaupt aktionsfähig ist und bleibt.
  2. Die Mitgliederversammlung wählt die KassenprüferInnen. In jedem Jahr wird ein neues Mitglied zur Kassenprüfung für jeweils zwei Jahre gewählt. Dies bringt Kontinuität und gleichzeitig auch eine wechselnde Zusammensetzung mit sich, die einer geordneten Kassenprüfung dienen. Mit der Wahl zum KassenprüferIn wird diesem Vereinsmitglied ein grundsätzliches Vertrauen ausgesprochen. Stellvertretend für die Mitglieder haben sie so einen tiefen Einblick in die finanziellen Zusammenhänge des Vereins. Eine Offenlegung der Buchführung erfolgt aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht.
  3. Mit der satzungsgemäßen Prüfung, Rechnungslegung vor der Mitgliederversammlung und der Entlastung durch die Mitgliederversammlung ist das jeweilige Geschäftsjahr Jahr abgeschlossen.
    10 Jahre werden die Akten verwahrt, um in dieser Zeit evtl. Prüfern von übergeordneten Stellen Einblick zu ermöglichen.
  4. Die Rechte der Mitglieder sind gewahrt durch die Wahl des Vorstandes, der KassenprüferInnen und der Nachfrage/ Diskussion während der Jahreshauptversammlung zum Rechenschafts- und Kassenprüfungsbericht und die Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes.

Paul Koch (Vorsitzender), Irene Koch (Geschäftsführerin)

Bericht / Rückblick 2007:

Der Vorstand tagte im Jahre 2007 insgesamt 6-mal und beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit folgenden Punkten:

  • Vorbereitung und Rückblick der Jahreshauptversammlung
  • Vorbereitung und Planung der Kindererholung
  • Vorbereitung und Planung der Hilfstransporte
  • Überlegungen zur Zusammenarbeit mit JANUN e.V. / Hannover
  • Überlegungen zu einem Arbeitseinsatz im Behindertenzentrum Soligorsk.
  • Rückblick: Energiemesse (Gemeinschaftsstand Asse II, Schacht Konrad, Tschernobyl) und weitergehende Überlegungen zum Thema Ökostrom.
  • Überlegungen zum Thema: Tschernobyl im Unterricht
  • Überblick über den Stand der Mitglieder und die Finanzen.

Die Planung der Kindererholung 2008 setzte dieses Mal schon recht früh ein, mit dem Erfolg, dass das Programm zum Beginn des Jahres 2008 schon gut gefüllt und wir nach dem ersten Gastfamilientreffen im Januar 2008 im Prinzip die benötigten 15 Gastfamilien zusammen haben. Hier trug auch untenstehender Presseartikel bei. Schön wäre, wenn wir auch bei der Finanzierung der Kindererholung schon soweit wären - aber hier sind wir zumindest sehr optimistisch, dass wir es auch dieses Mal wieder alles geordnet abschließen können. Das Programm der Kindererholung sieht mehr öffentliche Veranstaltungen im Rahmen der Kindererholung vor als beim letzten Mal. (Siehe Nachtrichten Nr. 12).

Insgesamt wurden 4 Hilfstransporte organisiert. Davon ein Hilfstransport (24. August) zusammen mit Fam. Schafbuch und ein Hilfstransport (16. März) ging davon ganz und gar von Fam. Schafbuch an unseren Partner nach Belarus. Am 02. Februar und am 11. Mai ging je ein Transport über unseren Partner an Familienwaisenhäuser.

Nach der Winterpause wurde am 2. März die Kleiderkammer in Watzum für die Sachspenden-Annahme wieder geöffnet, nun aber nur noch am Freitag, jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr. Große logistische Umstellungen haben dazu geführt, dass wir nur noch so viele Sachspenden annehmen können wie in einen LKW passen. (Sonst hatten wir bis zu 2 LKW-Füllungen in der Kleiderkammer mit dem Ergebnis, dass man sich nicht mehr bewegen, geschweige etwas gezielt aus der Kleiderkammer nehmen konnte um schon im Vorfeld die Ladung zu bestimmen.

Am 20. März fand im Gemeindehaus in Schöppenstedt die 13. Jahreshauptversammlung statt. (Siehe auch Protokoll in den Nachrichten Nr.11)

21. März war der Vorstand zu Gast bei Radio Okerwelle. Das Thema der Wunschkiste mit Wolfgang Altstädt war: "Hum. Hilfe und die Kindererholung der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V."

Am 22. März konnten wir nach langer Vorarbeit in der Lessing-Realschule (UNESCO-Projektschule) in Wolfenbüttel unser Buch Völkerverständigung und Freundschaft am Beispiel Deutschland/ Belarus vorstellen.

6.-10. Juni: Deutscher Evangelischer Kirchentag in Köln. Wie jedes Jahr waren auf dem Kirchentag auch wieder unterschiedliche Tschernobyl-Initiativen vertreten.
Wir waren dieses Mal nicht aktiv dabei, wohl aber als Teilnehmer mit Gästen aus Belarus. Zuvor waren die Gäste bei uns in der Region zu Gast und haben unterschiedliche soziale, kulturelle und touristische Einrichtungen besichtigt. (Siehe auch Nachrichten Nr.11).

Am 02. September fand die Eröffnung der Woche der Diakonie / Niedersachsen in Braunschweig statt. Nach dem Eröffnungsgottesdienst in der Klosterkirche Riddagshausen präsentierten sich unterschiedliche diakonische Einrichtungen und Werke im Freigelände neben der Klosterkirche auf dem Gelände des Diakonischen Werkes der Landeskirche Braunschweig.
Beim "Markt der Möglichkeiten" waren wir mit einem Stand vertreten. Auch beim Kirchenvorstehertag der Propstei Schöppenstedt in Remlingen am 24. November waren wir mit einem Informationsstand vertreten.

***

14. Jahreshauptversammlung

am 11. März ´08 um 19.00 h
(im Gemeindehaus in Schöppenstedt)

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Verein

Vereinsstruktur Tätigkeiten Spenden und Hilfe

Letzte Aktualisierung am 2008-02-11, Anja Stadelmann. Kontaktadressen